Blog-Info

Christliche Fundamentalisten halten ihren Glauben für den einzig wahren. Die Bibel ist Glaubensgrundlage und gleichzeitig strenges Regelwerk für den Alltag. Andere Religionen lehnen sie ab, alle Nichtchristen wollen sie bekehren. Homosexualität gilt als Sünde. Sex vor der Ehe ist verpönt. Die Evolutionstheorie stellen sie in Frage. Und bibeltreue Lobbyvereine bemühen sich um Einfluss auf Politik und Medien. Wir wollen kritisch über die Evangelikale Bewegung berichten.
Unser Buch "Mission Gottesreich – Fundamentalistische Christen in Deutschland" bietet einen Überblick. In dem Blog wollen wir weiter über Beiträge, Gemeinschaften und Veranstaltungen von Evangelikalen informieren sowie auf andere Berichte über Evangelikale hinweisen. Außerdem veröffentlichen wir hier Reaktionen auf das Buch.

„Heikler Flirt“

Annäherung zwischen dem EKD-Ratsvorsitzenden und den Evangelikalen

Bischof Wolfgang Huber versuche, die Evangelikalen zu umarmen, schreibt die Berliner Zeitung taz in ihrem Artikel „Huber und die Evangelikalen“ am 20.5.2009. Der Ratsvorsitzende der „Evangelischen Kirche in Deutschland“ (EKD) verteidige die bibeltreue Bewegung gegen Fundamentalismusvorwürfe und habe sich demonstrativ hinter die Organisatoren von evangelikalen Großveranstaltungen gestellt. Das nähre die Sorge, Huber umwerbe zu sehr die Evangelikalen. „Jene rund 1,4 Millionen Bibeltreuen also, die Homosexualität meist verdammen, die Emanzipation ablehnen und Darwin genauso skeptisch betrachten wie den Pluralismus.“ Kritiker beklagen laut taz den wachsenden Einfluss der evangelikalen Christen. Liberale Kirchenmitglieder hofften auch deshalb auf einen Richtungswechsel an der Kirchenspitze. Denn im Herbst 2009 wählt der EKD-Rat einen neuen Vorsitzenden.