Die Welt berichtet über bibeltreue Volksvertreter
Strenggläubige evangelische Christen, denen die Bibel als getreues Wort Gottes gelte, lebten nicht nur in den USA, so Die Welt im August 2009. Auch in Deutschland gebe es sie. Mehrere Unionspolitiker, darunter CDU-Fraktionschef Voker Kauder, gehörten dazu, schreibt die Autorin Mariam Lau. Das Wort Evangelikale höre Kauder zwar nicht so gern, bei dem evangelikalen Dachverband „Deutsche Evangelische Allianz“ fühle er sich aber wohl. Nach Schätzungen des Verbandes leben in Deutschland etwa 1,3 Millionen evangelikale Christen. Die Bibel als Gottes unmittelbares Wort, der Auftrag zur Mission, die große Bedeutung des Lebens Jesu für den eigenen Alltag, die Sündhaftigkeit des Menschen – all das lasse Kauder für sich gelten, heißt es in dem Artikel.
Die Journalistin schreibt auch, dass Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff und der Vorsitzende der CDU-Fraktion im sächsischen Landtag, Steffen Flath, zum Kuratorium des Evangelisten-Netzwerks „ProChrist“ gehörten. Die Vorsitzende der Frauen-Union, Maria Böhmer, und der Vorsitzende der Senioren-Union, Otto Wulff, schickten laut Welt Grußworte, als christliche „Lebensschützer“ mit tausend weißen Holzkreuzen in der Berliner Innenstadt gegen Abtreibungen protestierten.
Und der CDU-Politiker Hermann Gröhe, Staatsminister im Bundeskanzleramt, findet offenbar, dass man es sich in Deutschland mit den Evangelikalen zu leicht mache. „Zuerst wurden sie ignoriert, nun werden sie dämonisiert“, zitiert ihn Die Welt. Zu lange habe man bei uns „Gottvergessenheit für Aufgeklärtheit“ gehalten, so Gröhe. Der vollständige Artikel ist auf den Internetseiten der Welt nachzulesen.