ZDF-Magazin berichtet über evangelikale Missionare
Junge bibeltreue Frauen haben ZDF-Journalisten erklärt, dass sie bereit seien, ihr Leben zu geben, um andere von ihrem Glauben zu überzeugen. „Sterben für Jesus“ – ein Beitrag von „Frontal21“ über evangelikale Missionswerke vom 4.8.2009. Bibeltreue Missionare riskieren danach in einigen islamischen Ländern ihr Leben. Und wenn sie gleichzeitig für internationale Hilfsorganisationen arbeiten, gefährden sie mit ihren Bekehrungsversuchen laut ZDF unter Umständen auch andere Mitarbeiter. Denn Mission ist in einigen Ländern verboten. Hilfswerke dürfen nach internationalen Grundsätzen des „Roten Kreuzes“ nicht zugleich helfen und missionieren, berichtet das ZDF. Anlass für den Beitrag war der Mord an zwei jungen deutschen Bibelschülerinnen im Juni 2009 im Jemen – Berichte unter anderem von Spiegel und tagesschau.de.
Evangelikale Christen lesen die Bibel als strenges Regelwerk, eine historisch-kritische Auslegung lehnen sie ab. Andere von ihrem bibeltreuen Glauben zu überzeugen, sehen sie deshalb als eine ihrer Hauptaufgaben an. Sie richten sich dabei nach dem sogenannten „Missionsbefehl“ der Bibel. Der ZDF-Fernsehbeitrag ist auf den Internetseiten von „Frontal21“ nachzuschauen.
Evangelikale Vereine haben sich inzwischen über den Beitrag beschwert. Sie kritisieren unter anderem Aufnahmen mit einer versteckten Kamera, außerdem den Vergleich von christlichen mit islamischen Fundamentalisten. Die ZDF-Modaratorin hatte gesagt: „Bereit sein, für Gott zu sterben: Das klingt vertraut – bei islamischen Fundamentalisten. Doch auch für radikale Christen scheint das zu gelten.“ Das evangelikale Medienmagazin Pro berichtet über die Kritik.