Nach grausamer Tat in Norwegen bleiben Motive, Ideologie und Glauben unklar
Am 22. Juli 2011 hat der mutmaßliche Attentäter Anders Behring Breivik mehr als siebzig Menschen in Norwegen ermordet. Erst zündete er einen Sprengsatz im Regierungsviertel von Oslo. Anschließend schoss er während eines Ferien-Camps auf der Insel Utöya in eine Menge von mehreren hundert Jugendlichen. Die Polizei nahm den 32-Jährigen kurz darauf fest.
Offen bleiben die Fragen nach seinen Motiven, nach seiner Ideologie und nach seinem Glauben. Er hat offenbar eine Menge Text im Internet hinterlassen. Die Medien verorten ihn vor allem im rechtspopulistischen Spektrum. Immer wieder fällt auch das Stichwort: “Christlicher Fundamentalist“.
Und tatsächlich findet man in seinem mehr als 1000-seitigen Manifest (wenn das denn echt ist und tatsächlich von Breivik stammt) zahlreiche christliche Bezüge, doch auf den zweiten Blick scheinen die recht krude. Angeblich ist Breivik Protestant und war als Jugendlicher getauft und konfirmiert worden. In dem Text dagegen bezieht er sich häufig auf den Papst, das Oberhaupt der katholischen Kirche. Immer wieder spielt er auf die Geschichte des Christentums an, scheint sich als eine Art Kreuzritter zu fühlen.
Doch ein christlicher Fundamentalist? Er schreibt, dass eine persönliche Beziehung zu Jesus nicht so wichtig sei. Das spricht dagegen. Denn für christliche Fundamentalisten ist neben einem engen Bibelverständnis genau diese Beziehung der Kern ihres Glaubens. Außerdem zeigt er bereits in seinen Texten eine große Gewaltbereitschaft, christliche Fundamentalisten lehnen Gewalt dagegen eher ab.
Andererseits vertritt Breivik offenbar Positionen, die auch in christlich-fundamentalistischen Kreisen zu hören sind. Den Islam verurteilt er pauschal und aggressiv, sieht ihn offenbar als Bedrohung. Eine multikulturelle Gesellschaft lehnt er ab. Er scheint das Christentum als eine Art Gegenmodell zum Islam zu begreifen. Und er sieht sich offenbar in einem Kampf gegen das Böse und damit auch gegen den Islam. Alle Menschen in Europa sollen aus seiner Sicht getauft werden.
Eine ähnliche Rhetorik wird auch in vielen pfingstlich-charismatischen Gruppen verwendet. Hier wird oft von einem “geistlichen Kampf” und von einem “Krieg gegen die Mächte der Finsternis” gesprochen. Andere Religionen wie zum Beispiel der Islam werden abgelehnt, abwertend dargestellt und verurteilt. Es gilt der “Missionsbefehl”, und es ist immer wieder von “Märtyrern” die Rede. Das Ziel: Alle Menschen sollen zum christlichen Glauben bekehrt werden. Bei der Islamfeindlichkeit, der Intoleranz, der militaristischen Sprache finden sich also Parallelen. Und genau wie viele christliche Fundamentalisten hält er die Kirchen anscheinend für viel zu liberal, die Bibel wird aus seiner Sicht nicht mehr als Autorität angesehen.
Es gibt also offenbar ideologische Überschneidungen mit christlich-fundamentalistischen Kreisen. Er vertritt kompromisslos bestimmte konservative Werte, die auch viele fundamentalistische Christen aus ihrem Bibelverständnis heraus teilen. Doch ein frommer Christ scheint Breivik nicht zu sein. (Stand 25. Juli 2011)
ZEIT ONLINE berichtet über die Jugendmissionsveranstaltung von ProChrist
“Ich bin ein Freund von Gott”, singen die Jugendlichen in dem ostfriesischen Dorf Warsingfehn. Sie sind Teilnehmer der Missionsveranstaltung JesusHouse. Über das Treffen berichtet ZEIT ONLINE Anfang April 2011. Die bibeltreue Party ist Teil einer bundesweiten Aktion der Missionsbewegung ProChrist. Dahinter stehe eine “evangelikale Gruppe mit reaktionären Überzeugungen”, heißt es in dem Artikel. Autor Dennis Sand schreibt, mit der Regionalisierung von JesusHouse habe die Missionsarbeit nun eine neue Dimension erreicht. Man hole die Jugendlichen da ab, wo sie sind und wo sie wenig andere Angebote finden.
Der Artikel ist bei ZEIT ONLINE nachzulesen. Weitere Artikel zu der Missionsbewegung ProChrist: “Von Gott ‘zurüsten’ lassen” und “Schwulenfeindliche Tendenzen“.
Christlicher Fundamentalist aus Florida droht mit Koran-Verbrennung
Er leitet eine kleine christliche Gemeinde in Florida, bislang war er der Öffentlichkeit nicht bekannt: der fundamentalistische US-Prediger Terry Jones. Doch mit seinem Plan, am 11. September 2010 mehrere Buchausgaben des Koran zu verbrennen, macht der radikale Christ weltweit Schlagzeilen.
Tausende Muslime in mehreren Ländern demonstrieren. Politiker aus der ganzen Welt verurteilen den Plan: Bundeskanzlerin Merkel nennt das Vorhaben respektlos, US-Präsident Obama wirbt für Toleranz. Auch führende Persönlichkeiten der großen Religionen protestieren.
Der Prediger selbst genießt offenbar die Aufmerksamkeit und lässt die Welt im Unklaren, ob er seinen Plan in die Tat umsetzt. Erst sagt Jones die umstrittene Aktion vor Fernsehkameras ab, dann erklärt der Prediger, er wolle die Aktion lediglich aussetzen.
Terry Jones fühlt sich offenbar von Gott berufen, der Islam ist für ihn “des Teufels”. Seiner bibeltreuen Gemeinde “Dove World Outreach Center” in der Stadt Gainsville sollen etwa fünfzig Gläubige angehören. In den 80ern lebte er nach einem Bericht von Zeit Online in Deutschland und gründete die “Christliche Gemeinde Köln”. Doch 2008 soll er sich mit der pfingstlich-charismatischen Freikirche zerstritten haben.
Artikel zum Thema von Zeit Online: “Die einsame Mission des Pastors“, “Die unrühmliche Vergangenheit des evangelikalen Predigers in Florida“, “Geplante Koran-Verbrennung empört Muslime” und ein Tagesschau-Bericht vom 10. September 2010.
Evangelikaler Pastor berichtet nach dem Unglück von Bekehrungserfolgen
Rund fünfzig Teilnehmer der christlich-fundamentalistischen Missionsoffensive “Summer2Go” hatten an der Loveparade in Duisburg teilgenommen, um dort Menschen für ihren Glauben zu gewinnen. Auch der Leiter des pfingstlich-charismatischen Missionswerks “No Limit”, Werner Nachtigal, war dabei. Das berichtete das evangelikale Nachrichtenmagazin ideaSpektrum. Auf der Internetseite von “No Limit” hieß es Mitte August 2010: “Wir trainieren junge Menschen, das Evangelium zu verkünden”.
Nach der Massenpanik bei der Loveparade, bei der 21 Menschen ums Leben gekommen waren, berichtete Nachtigal dem bibeltreuen Magazin von seinen Missionserfolgen: Mehr als 30 Personen hätten sich entweder unmittelbar nach dem Unglück oder in den Tagen darauf für ein Leben als Christ entschieden. Außerdem soll ihm eine Frau davon erzählt haben, dass sie in ihrer Verzweiflung mitten im Gedränge zum ersten Mal in ihrem Leben zu Gott gebetet habe. Plötzlich sei ein “kräftiger Mann” gekommen und habe ihr rausgeholfen, sagte Nachtigal laut Bericht.
Werner Nachtigal ist Pastor im „Bund freikirchlicher Pfingstgemeinden“. Zu den mehr als eine Million evangelikalen Christen in Deutschland gehören nach Schätzungen zwischen 150.000 und 300.000 Anhänger der pfingstlich-charismatischen Bewegung. Sie feiern sehr emotionale, ekstatische Gottesdienste, die meisten glauben an Wunder, wie sie in der Bibel beschrieben werden. Pfingstlich-charismatische Christen meinen, dass ihnen der Heilige Geist bestimmte Gaben verleiht, die sogenannten Charismen. Dazu gehören zum Beispiel das Heilen von Krankheiten oder die Prophetie, das Vorhersehen von Ereignissen. Auf einem Werbeflyer von „Summer2Go 2009“ stand: „Heilt die Kranken, weckt die Toten auf und verkündigt das Evangelium.“
Quelle: ideaSpektrum Nr. 30/31, 5. August 2010, S.44
Bundespräsident lässt Mitgliedschaft bei umstrittener evangelikaler Organisation ruhen
Als Ministerpräsident hatte Christian Wulff (CDU) die Missionsorganisation “ProChrist” unterstützt – als Mitglied des Kuratoriums. Dafür war er scharf kritisiert worden. Als Bundespräsident ist Wulff nun nicht mehr Mitglied der evangelikal geprägten Organisation. Während seiner Amtszeit lasse er wegen der gebotenen Neutralität seine Mitgliedschaft ruhen, bestätigte die Pressestelle des Bundespräsidenten in Berlin.
Unter der Überschrift “Katholik, der mit Evangelikalen kungelt” hatte auch Zeit Online berichtet. Weitere Blog-Texte zum Thema: “Nach Wulff-Auftritt bei ACP: Anhörung im Landtag“, “Wulff unterstützt evangelikale Organisation ‘ProChrist’“, “Nach Wulff-Auftritt: weitere Kritik am ACP“, “Wulff spricht vor umstrittener evangelikaler Organisation” und ein Blogbeitrag über die evangelikale Organisation “ProChrist” “Von Gott zurüsten lassen“.
Früherer EKD-Ratsvorsitzender für Engagement bei evangelikaler Organisation
Wolfgang Huber, ehemaliger Ratsvorsitzender der “Evangelischen Kirche Deutschlands” (EKD), hat die Mitgliedschaft des neuen Bundespräsidenten Christian Wulff im Kuratorium der evangelikalen Organisation “ProChrist” verteidigt. Nach Angaben des Evangelischen Pressedienstes (epd) sagte Huber Ende Juni 2010 in München, er sei froh darüber, dass sich Politiker als Christen erkennbar machten.
Das Kuratorium von “ProChrist” sei ein reines Ehrengremium, so Huber laut epd, es habe keinen unmittelbaren Einfluss auf Planung und Gestaltung von “ProChrist”-Veranstaltungen. Dieser Einsatz komme aus der Überzeugung heraus, dass es wichtig sei, Menschen zu erreichen, denen der Glaube fremd geworden sei. In der Diskussion über “ProChrist” sieht Huber den Versuch, eine “neue Debatte über Evangelikale in der EKD und in den Freikirchen anzuzetteln, die nicht besonders zielführend ist”.
Bundespräsident Wulff war wegen seiner Mitgliedschaft bei “ProChrist” scharf kritisiert worden. Die Theologin Kirsten Dietrich zum Beispiel bezeichnete die evangelikal geprägte Organisation “ProChrist” als “fundamentalistische Bewegung”. Mehrere Kritiker forderten den Austritt Wulffs aus der umstrittenen Missionsbewegung. Zuvor war Wulff auch für seine Rede vor der evangelikalen Organisation “Arbeitskreis Christlicher Publizisten” (ACP) kritisiert worden. Kritiker – auch aus den Landeskirchen – werfen dem ACP nicht nur fundamentalistische, sondern auch extrem rechte Ansichten vor.
Auch Zeit Online berichtet über Wulffs Mitgliedschaft im “ProChrist”-Kuratorium
Sich als aktiver Christ zu bekennen, gehöre für einen CDU-Politiker zum guten Ton, schreibt Autorin Claudia Keller Ende Juli 2010 in der Internet-Ausgabe der Zeit. Doch Niedersachsens Ministerpräsident und Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten, Christian Wulff (CDU), bewege sich mit seinem Engagement für “christlich-evangelikale Kreise” in “durchaus fragwürdigen Kreisen”, so Keller. Der katholische Politiker ist Mitglied im Kuratorium der evangelikal geprägten Organisation “ProChrist”. Der Artikel “Katholik, der mit Evangelikalen kungelt” ist bei Zeit Online nachzulesen. Auch der Tagesspiegel berichtete.
Theologin Dietrich spricht im Deutschlandradio über “fundamentalistische Bewegung”
Niedersachens Ministerpräsident und Kandidat für das Amt des deutschen Bundespräsidenten, Christian Wulff (CDU), ist Mitglied im Kuratorium der evangelikalen Organisation “ProChrist”. Über die bibeltreue Bewegung sprach deshalb Moderator Frank Meyer Ende Juli 2010 im Deutschlandradio mit der Theologin und Journalistin Kirsten Dietrich. In dem Interview bezeichnete Dietrich “ProChrist” als “eine Art christlicher Eventmanager”, der Missionsveranstaltungen “für jeden Bedarf” organisiere.
Für die Theologin ist “ProChrist” eine “fundamentalistische Bewegung”. Fundamentalisten seien Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden, so Dietrich, als man sich von christlicher Seite aus gegen Entwicklungen wie zum Beispiel die Darwin’sche Evolutionstheorie oder moderne Bibelkritik gewehrt habe. Christliche Fundamentalisten – das sei “eine ganz unglaublich vielfältige und weit gefächerte Bewegung”, sagte die Theologin. Aber sie lasse sich immer wieder auf ihren fundamentalistischen Kern zurückführen – “also eine möglichst wörtliche Interpretation der Bibel und ein deutlicher Abstand zu allem, was man als Wissenschaft bezeichnen könnte”.
Für “politisch gefährlich” halte sie die Bewegung nicht, so Dietrich, da sie sich am Rand des Parteigeschehens halte. Für Menschen, die in diesen Gruppierungen drin seien, aber nicht “direkt ins Raster” passten, sei es jedoch schwierig – zum Beispiel für Homosexuelle. “Die finden in evangelikalen Gemeinden keinen Ort, die finden niemanden, der sie so akzeptiert, wie sie sind”, sagte die Theologin in dem Hörfunkgespräch.
“ProChrist” zeige deutlich, dass jede Religion “immer auch irrationale Elemente” habe. Religionen würden eine “Eigengesetzlichkeit” vertreten, die sage, “letztendlich ist Gott die höchste Autorität, die wir haben”. Dafür ständen diese Gruppen, so Dietrich. Ihrer Meinung nach steht dafür aber nicht der Bundespräsident – der sollte dafür stehen, “dass wir in einem Rechtsstaat leben und dass da die Autorität liegt”. Deshalb hält sie die Mitgliedschaft von Wulff bei “ProChrist” für falsch. Sie forderte: “Ich finde es sogar nötig, dass Christian Wulff von diesem Amt zurücktritt.”
Das Interview ist auf den Deutschlandradio-Internetseiten nachzulesen und nachzuhören. Weitere Blog-Texte zum Thema: “Nach Wulff-Auftritt bei ACP: Anhörung im Landtag“, “Wulff unterstützt evangelikale Organisation ‘ProChrist’“, “Nach Wulff-Auftritt: weitere Kritik am ACP“, “Wulff spricht vor umstrittener evangelikaler Organisation” und ein Blogbeitrag über die evangelikale Organisation “ProChrist” “Von Gott zurüsten lassen“.
Berichte über evangelikale Missionare bei der Fußball-Weltmeisterschaft
Die Moderatorin Liane von Billerbeck hat mit dem evangelischen Pfarrer Thorsten Leißer im Deutschlandradio über Missionsversuche während der WM und grundsätzlich über den evangelikalen Glauben gesprochen. “Freikirchliche Kurzzeitmissionare” seien bereits im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft nach Südafrika geschickt worden, berichtete Leißer Mitte Juni 2010. Da habe es zum Teil “sehr konzertierte Einsätze und Vorbereitungen” gegeben. Evangelikale Christen versuchten offenbar, ein Verbot der FIFA zu umgehen. Denn “religiöse Gesten in und um Stadien der Weltmeisterschaft herum” sind laut Deutschlandradio nicht erlaubt. Auch die Fincial Times Deutschland (FTD) schrieb darüber, dass die FIFA zum Beispiel das Beten auf dem Spielfeld verboten hat.
In dem Artikel “Christen missionieren unter Fußballfans” berichtet auch die evangelikale Zeitschrift ideaSpektrum Anfang Juni 2010 über Missionare in Südafrika. Darin heißt es nach Angaben des christlichen Netzwerks “The Ultimate Goal“: “Rund 3000 Kurzzeitmissionare aus aller Welt reisen während der Fußball-Weltmeisterschaft nach Südafrika, um dort den Fußballfans die christliche Botschaft weiterzusagen.”
Im Rahmen des Projekts “Kickstart” wurden laut ideaSpektrum mehr als zweihundert Südafrikaner “für evangelistische Einsätze” geschult. So sollen, “Menschen aus bisher kaum erreichten Regionen der Erde, die als Fans in das Land reisen, mit der Frohen Botschaft” erreicht werden, sagte laut der Zeitschrift Manfred Jung von der evangelikalen “Deutschen Missionsgemeinschaft“. “Kickstart” ist nach eigenen Angaben eine Initiative, die andere Menschen während der WM vom christlichen Glauben überzeugen will. Dabei sollen vor allem Muslime missioniert werden, heißt es auf der Internetseite von “Kickstart”. Für evangelikale Christen ist es eine der wichtigsten Lebensaufgaben, andere Menschen zum christlichen Glauben zu bringen. Die meisten erkennen andere Religionen nicht als gleichwertig an.
Das ganze Deutschlandradio-Interview mit dem Titel “Kicken für Christus” ist auf den Internetseiten des Hörfunksenders nachzulesen und nachzuhören.
Quelle: “Christen missionieren unter Fußballfans”. In: ideaSpektrum Nr. 23, 9. Juni 2010, S.12
Weitere Blog-Texte zum Thema Mission: “Sterben für Gott“, “Sterben für Jesus” und “Von Gott ‘zurüsten’ lassen“.
Das Online-Kulturmagazin Perlentaucher über den Präsidentschaftskandidaten
Auch Perlentaucher-Autor und -Gründer Thierry Chervel schreibt über den Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten Christian Wulff (CDU) und seine Mitgliedschaft im Kuratorium der evangelikalen Organisation “ProChrist“. Seinen Blog-Artikel “Christian Wulff und die Evangelikalen” veröffentlicht er in dem Internet-Kulturmagazin Mitte Juni 2010.
Chervel kritisiert darin unter anderem den “ProChrist”-Leiter Ulrich Parzany und schreibt, dass der Prediger “praktizierte Homosexualität” ablehne und glaube, dass Homosexualität “gewissermaßen heilbar” sei. Auch klinge eine Äußerung des Predigers wie ein “Bekenntnis zum Kreationismus”, so der Blog-Autor.
Die niedersächsische Staatskanzlei bestätigte Perlentaucher Wulffs Mitgliedschaft bei “ProChrist”. Der Ministerpräsident habe danach im Februar 2005 seine Bereitschaft zur Mitwirkung im Kuratorium für das Jahr 2006 erklärt, weil diesem auch der damalige EKD-Ratsvorsitzende Bischof Wolfgang Huber angehört habe, heißt es. Wulff habe 2006 ein Grußwort für eine Veranstaltung in Holzminden gesendet, so die Staatskanzlei laut Perlentaucher.
Am Ende seines Blog-Artikels fordert Chervel : “Wulff muss noch vor der Wahl in der Bundesversammlung aus dem Kuratorium von ‘ProChrist’ austreten.”
Weitere Blog-Texte zum Thema: “Nach Wulff-Auftritt bei ACP: Anhörung im Landtag“, “Wulff unterstützt evangelikale Organisation ‘ProChrist’“, “Nach Wulff-Auftritt: weitere Kritik am ACP“, “Wulff spricht vor umstrittener evangelikaler Organisation” und ein Blogbeitrag über die evangelikale Organisation “ProChrist” “Von Gott zurüsten lassen“.
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